Angst


Über den Umgang und Nutzen von Angst.

Wer hat Angst vor dem Corona Virus?

Oder wer nicht? Und was macht uns eigentlich Angst? Es ist die Angst vor dem Ungewissen. Wir haben den Virus nicht unter Kontrolle, wir haben keinen Impfstoff und wir bekommen immer wieder beschwichtigende Meldungen, es sei eh nur so gefährlich wie die Influenca.

Aber das stimmt offenbar nicht so ganz, denn es gibt einerseits eben noch keine Impfung dagegen und andererseits ist es hochgradig ansteckend. Die Reaktion der Regierung Veranstaltungen abzusagen und Unis/Schulen zu schließen ist in erster Linie der Eindämmung der Ausweitung geschuldet. Und was soll man denn sonst auch wirklich anderes tun? Für mich ist es ein Anlass mich mit dem Wesen der Angst näher zu beschäftigen.


Wovor haben wir Angst?

Wir haben Angst vor Situationen oder Lebewesen, die unser Leben bedrohen. In unseren Breiten gibt es hierzu im Alltag kaum Gelegenheit. Denn kaum jemand ist täglich davon bedroht, ermordert oder gegessen zu werden.

Die Angst, die sich in unseren Alltag schleicht, ist eher die Angst vor dem Versagen, die Angst nicht anerkannt oder geliebt zu werden. Aber auch die Angst vor dem Unbekannten – einem neuem Job, neue Leuten oder gar Flüchtlinge aufzunehmen. Wir wissen nicht wie es ausgeht, wir haben keine Kontrolle. Im Fall des Corona Virus kommen nun beide Faktoren zusammen: es kann lebensbedrohlich sein und es ist (noch) nicht kontrollierbar – weder die Verbreitung noch der Verlauf, noch der Ausgang.


Wie funktioniert Angst?

Angst ist eine emotionale Reaktion, die in erster Linie dazu dient unser Leben zu erhalten. Seitens unseres zentralen Nervensystems bekommen wir auf die Reaktion der Angst sofort 3 mögliche Szenarien: Kampf, Flucht oder Erstarren. Sie werden von der Amygdala gesteuert und laufen automatisch ab.

Bei der Flucht/Kampf-Reaktion besteht eine gesteigerte Aufmerksamkeit auf das Außen – die Sinne sind geschärft und es wird jede Regung wahrgenommen. Beim Erstarren hingegen passiert ein „shut down“ – wir stellen uns tot, verlieren jegliche Energie und das Denken wird nebelig – diffus.

Im aktuellen Fall Corona können wie nicht gegen das Virus kämpfen, aber wir können unser Immunsystem stärken. Wir können davor in einem gewissen Rahmen fliehen, indem wir uns tatsächlich wie von der Regierung angeordnet sozial soweit möglich isolieren.


Welchen Nutzen hat Angst?

Angst will uns am Leben erhalten. Und um das zu ermöglichen müssen wir im Kopf klar bleiben. Angst gibt uns ein klares Signal ab nun aufpassen zu müssen. Verfallen wir in ein Stadium der hysterischen Panik, so bringt das niemanden etwas. In der Panik ist kein klarer Gedanke mehr fassbar. Daher gilt es die Klarheit der Angst zu nutzen. Den Fall, die Eventualitäten zu beobachten, abzuwägen und sich dann bewusst für einen Umgang damit zu entscheiden. Muss ich nun unbedingt mein Verlangen nach Freiheit ausleben, oder ziehe ich mich zurück? Muss ich den Medienrummel als Blödsinn abtun und die Gefahr dahinter ignorieren?

Oder gehe ich erwachsen und verantwortungsbewusst mit einer Bedrohung um, deren Ausmass niemand wirklich kennen kann und die man derzeit nur durch Eindämmen der Ausbreitung halbwegs kontrollieren kann? Deswegen muss ich nicht ignorant, rebellisch, obrigkeitshörig werden, noch muss ich in Panik verfallen und hysterisch werden.

Aber ich kann achtsam und wachsam bleiben. Ich kann die neuen Bedingungen mit Neugierde annehmen und ihnen auch positive Aspekte und Auswirkungen abgewinnen. Es wird immer zu dem was man daraus macht.

Es wird immer zu dem was man daraus macht.

Über den Umgang mit der Angst

Es gibt viele unterschiedliche Arten mit Angst umzugehen. Es gibt die Ignorierer„Corona -ist das nicht ein Bier?“, die Relativierer„Ach das ist doch alles halb so wild!“, die Hysteriker„Oh mein Gott-wir werden alle sterben!“, die Kontrollfreaks„Wir müssen uns nur ständig die Hände waschen, Kontakt zu anderen vermeiden und zu Hause bleiben, dann haben wir es im Griff!“ und viele mehr. Alle vermeiden auf ihre Art, sich der Angst zu stellen. Manche gehen ins Drama, manche werden Hyperaktiv andere ignorieren die Gefahr. Doch stelle ich mich meiner Angst und erlaube ich die Gefühle, die damit einhergehen: die Hilflosigkeit, die Machtlosigkeit , die Unwissenheit und auch die eigene Verletzlichkeit, dann kann sie sich in ihrer eigentlichen Kraft entfalten. Gehe ich also in keine Reaktion damit, spüre ich nur die Klarheit, die sie mir bietet. Die Klarheit wann und wo ich mir Informationen hole, wann und wie ich agiere. Ich gehe verantwortungsbewusst mit einer Krisensituation um.


Was ihr tun könnt:

  1. Hände waschen

  2. Soziale Kontakte reduzieren.

  3. Immer wieder tief durchatmen und sich auf das wesentliche konzentrieren.

  4. Auf euch achten!

Falls ihr Fragen zum Umgang mit der Angst habt, doch in Panik verfallt und nicht rauskommt, dann unterstütze ich euch gern in einer Online – Sitzung darin wieder in eure Klarheit und Ruhe zu kommen.


FREE YOUR BODY!


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Sandra Abheiter-Nistelberger

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