Augentraining



Was für eine Sicht hast du auf die Welt?

Mein Blick auf die Welt ist verschwommen. Ohne Brille. Seit dem Alter von 13 Jahren bin ich kurzsichtig. Was damals passiert ist, was ich nicht sehen will, wie mir einige schlaue Bücher erklärt haben, weiß ich nicht. Aber darum geht es eigentlich nicht. Ich habe mich damit arrangiert. Trage im Wechsel Brille oder Kontaktlinsen und kann gut damit leben. Womit ich nicht leben kann, ist die Altersweitsichtigkeit, die sich nun eingeschlichen hat. Vor allem weil ich weiß, wann und wie sie sich entwickelt hat. Mein verdammtes Handy! Oder um bei mir zu bleiben: Meine verdammte Handy -Nutzung! Ich habe leider viel zu oft, viel zu viel auf diesem kleinen Ding gelesen.


Fokus – Defokus

Beim Lesen auf diesem kleinem Handydisplay, machen meine Augen folgendes: Sie fokussieren auf einen Punkt und bewegen sich nicht viel. Also habe ich beschlossen ein Augentraining zu schreiben, bei dem sie wieder lernen zu defokussieren und zu entspannen.

Das Training basiert auf meinem Wissen als qual. Grinberg – Praktikerin, Stopping Movement Trainerin und meiner Kreativität daraus was zusammenzustellen. Es sind Übungen mit Musik, bei denen ich meine Augen bewege und mit dem Takt der Musik stoppe, um sie dann wieder anders weiterzubewegen. Das dient der Abwechslung und ich gebe meinen Augen die Möglichkeit sich in ungeahnten Arten zu bewegen. Womit ich wiederum die Augenmuskeln trainiere, vor allem die, die nicht am Fokussieren teilnehmen. Dazu kommen Wahrnehmungsübungen und Übungen bei denen ich bewusst die Fähigkeit der Augen trainiere zu fokussieren und zu defokussieren.

Das Augentraining** kannst du kostenfrei hier herunterladen.

Training für die Augen_FYB_200223Herunterladen


Über das Sehen

Wir nehmen die Welt in erster Linie durch die Augen wahr. Doch in Wahrheit nehmen wir sie auch über unsere anderen Sinne wahr. Da wir das aber nicht mehr so gut können, verlassen wir uns auf unser Sehvermögen. Wir benutzen die Augen also im Übermass.

Beobachte mal wohin du beim Gehen schaust? Ich fokussiere den Boden – meistens. Ich probiere zwar schon immer öfter den defokussierten Blick geradeaus, bei dem auch ein Himmelsanteil auf mein Auge trifft, aber ich erwische mich doch immer wieder dabei, den Blick auf den Boden zu heften. Ich blende damit die Welt aus. Eigentlich schade.

Wann fokussierst du deinen Blick noch? Ich, wenn ich vor dem Bildschirm sitze, beim Social Media Checken am Handy, beim Fernschauen, beim Lesen generell, beim Kochen. Das soll jetzt nicht heißen, dass es generell schlecht ist fokussiert zu schauen, aber ich denke es braucht die gesunde Abwechslung.

Wenn wir etwas fokussieren, ist unser Verstand sofort beschäftigt. Er erinnert sich, vergleicht, wertet und zieht uns damit in die innere Welt des Denkens und gleichsam trennt es uns vom Körper und unserer Körperwahrnehmung.

Wann defokussierst du den Blick? …..Ich nur, wenn ich ins Narrenkastel schaue. Max. 1x/Tag. Schauen wir defokussiert, gibt es so viele Informationen, dass der Verstand gar nicht alle aufnehmen kann. Er muss also seine anderen Möglichkeiten wahrzunehmen nutzen – seinen Körper.


Die Challenge

Starte mit der Einführungsstunde und dann mache 1 Monat lang die Übungen vom Augentraining** .

Der Kurs findet ab 3 Personen statt. Er kann Online via Zoom oder Live gebucht werden.

Termine

Donnerstags 18-19h

Kosten

65€/Stunde


Links

Hier noch der link zu meiner Spotify playlist stm eyes .



Hier ein Video zum Stopping Movement : how it works.



Lets break the eye - routines!


4 Lifehacks* um den Blick auf die Welt zu verändern

#1 Wenn du auf die Straße gehst, richte bewusst deinen Blick gerade aus, leicht nach oben, sodass du auch den Himmel siehst. Du wirst bemerken, dass du nirgends reinkrachen wirst, aber plötzlich viel mehr im Blick hast.

#2 Wenn du am PC oder am Handy lange auf einen Punkt fokussiert schaust, löse hin und wieder den Blick und schaue bewusst defokussiert in die Ferne – aus dem Fenster oder an die Wand. Dann mach wieder weiter. Es geht hier nur darum Routinen zu brechen.

#3 Nach dem Fernschauen, Computerspiel oder Lesen: bewege die Augen bewusst von einer Ecke zur anderen, schau weit hinauf, weit hinunter und weit in alle möglichen und unmöglichen Richtungen. Dann schließe sie und lass sie zur Ruhe kommen.

#4 Wann immer du magst, blicke defokussiert um dich herum und lasse die Umgebung auf dein Auge treffen. Du siehst passiv und nicht aktiv. Wenn du merkst, dass du etwas fokussierst, lass den Blick wieder schweifen. Spüre nach was das mit dir macht.


*Ein Lifehack wird beschrieben als etwas, was alltägliche Strategien oder Tätigkeiten effizienter macht. Das wollen wir! **Das Augentraining ist kein Heilversprechen. Das Training erfolgt auf eigene Verantwortung.


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Sandra Abheiter-Nistelberger

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1060 Wien, Fügergasse 7