Egal was ich tue, es ist nie genug!

....über die Kunst sich selber zu genügen.

Man bemüht sich

Ich bin stets bemüht mein Bestes zu geben. Das ist meine Grundausrichtung im Leben. Ich komme nicht um irgendetwas wischiwaschi zu machen. Tue ich das in dieser Form, dann hat es damit zu tun, dass ich keine Lust habe oder mich gezwungen fühle.

Bin ich aber an etwas interessiert, dann gebe ich mein Bestes, dann kann man alles von mir haben und erwarten. Ich gebe mit Freude, manchmal mit Euphorie. Aber manchmal mischt sich zu dem freien, freudigen Geben etwas dazu, nämlich eine Erwartung. Eine Erwartung dafür ein Lob zu bekommen. Ab dann wird es mühsam. Denn dann bin ich nicht mehr in meiner Mitte, sondern bei demjenigen wo ich mir ein Lob - ein Leckerli - erwarte. Ich werde abhängig vom Außen.

Plötzlich wird sein Bestes geben zur Qual. Bekomme ich keine Anerkennung kränke ich mich, bekomme ich eine Kritik, werde ich zornig.

"Sieht der andere denn nicht, dass ich mich eh so bemühe?" und dann kommt alles hoch. Sämtliche Verletzungen aus der Kindheit. Wut auf Lehrer, die nur ausgebessert haben, die nie gesehen haben, dass man sich eh bemüht hat. Oder Wut auf Eltern, die immer nur "das Beste" wollten und mit nichts zufrieden waren. Im Sinne von: so sporne ich mein Kind an mehr zu leisten. Viele Kinder gehen dann in den Widerstand, aber viele andere bemühen sich noch mehr. Wollen gefallen, wollen ein Lob bekommen, Anerkennung, wollen einfach gesehen werden oder vermeiden brüskiert oder getadelt zu werden.


Das Gefühl nie genug zu sein

In Beziehungen kann dieses automatische Verhalten sein Bestes zu geben, gehörig daneben gehen.

Bemüht man sich ständig immer da zu sein, alles zu übernehmen was von einem erwartet wird und sogar noch mehr - kann das mit der Zeit sehr anstrengend sein. Und zwar für beide Seiten.

Es entspinnt sich dann eine Tauschbeziehung, die nach einem "ich geb dir (alles), dann gibst du mir (Lob)" Prinzip funktioniert. Der Jammer ist dann oft der, dass der andere gar nicht alles will oder etwas ganz anderes. Wagt er/sie das dann zu artikulieren, gibt es *Bämmmm* einen Megastreit. Der Allesgeber/Bemüher versteht die Welt nicht mehr. Aus seiner Sicht bemüht er sich eh so und dann sagt der andere einfach, das ihm das nicht passt. Und das Gefühl von früher kommt hoch: Egal was ich tue, es ist nie genug.

In der Arbeit kann es zu einem Burnout führen, oder eben auch zu explosiven Anfällen, wenn das Getane nicht honoriert wird. Kritik ist hierbei so explosiv wie Sprengstoff. Mag sie auch noch so freundlich formuliert sein und gar nicht negativ intendiert sein. Ein konstruktives Gespräch ist dadurch selten möglich.

Die Übersetzung stimmt einfach nicht mit der Realität überein. Es ist als hätte man einen verqueren Dolmetscher in sich drinnen, der nur Lob oder Tadel übersetzen kann.


Was also tun?

Es geht darum die Haltung zu verändern und das innere verletzte Kind in sich anzunehmen. Das klingt aufs Erste etwas schwierig und abstrakt. Aber es ist gar nicht mal so kompliziert.

Es gilt den Handlungsstrang aufzudröseln. Am Anfang liegt das Bedürfnis danach Anerkennung zu bekommen, also bemüht man sich und gibt mehr als man eigentlich möchte mit der Erwartung am Ende das Lob zu bekommen. Die Ausrichtung der eigenen Haltung liegt auf dem Lob am Schluss.

Lerne ich also:

...nicht sofort automatisch alles und noch mehr zu geben, sondern vor dem Start zu spüren: will ich das, fühlt sich das gut an, was erwarte ich mir davon? Dann kann ich bewusst die Entscheidung treffen alles zu geben.

...dann ändert sich meine Haltung. Ich habe bewusst entschieden viel zu geben. Es war meine Entscheidung und nachher ist niemand schuld. Ich übernehme für mein Handeln die Verantwortung.

Mir ist völlig klar, dass ich es entweder für mich mache oder falls ich Lob erwarte, dieses auch nicht unbedingt bekommen muss.


Ich habe also eine Veränderung herbeigeführt, indem ich eine automatische unbewusste Handlung auf die Ebene des Bewusstseins gebracht habe.

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Sandra Abheiter-Nistelberger

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