Fallstudie #1


Klienten kommen zu mir, um eine blockierte Angst aufzulösen. Nur wissen sie das vorher nicht. Was sie wissen, ist, dass etwas in ihrem Leben falsch läuft. Dass sie immer wieder mit bestimmten Personen Konflikte haben oder bestimmte Situationen anziehen. Dass sie unzufrieden sind, dass sie etwas verändern wollen, oft sogar wissen was, aber es einfach nicht schaffen.

FALL#1: ICH BIN ZU ALT FÜR EINEN NEUEN JOB!(Anna,54)

Die Geschichte

Anna hatte jahrelang einen wunderbaren, aufregenden Job, den sie gewissenhaft ausführte. Dann begann die Firma mit Einsparungen und sie machte den Job von 2en. Niemand dankte ihr dafür, im Gegenteil sie wurde immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Arbeit liegen geblieben sei. Anna, die sehr verlässlich ist, bemühte sich noch mehr, ihre Wut wurde auch mehr und letztendlich fand sie sich im Burnout wieder. Ein Zurückkehren stand außer Frage, da sie sich dort nicht wert geschätzt fühlte und wurde.

Nun war sie arbeitslos. Sie schrieb brav und gewissenhaft Bewerbungen, aber erfuhr nur Ablehnungen. Körperlich war sie müde und hatte Schulterprobleme.


Anna's Reaktion & Schlussfolgerung: Ich finde keinen Job, weil ich zu alt bin.

Anna war empört und verzweifelt. Egal wie sehr sie sich bemühte, niemand wollte sie anstellen. Sie glaubte fest daran, dass sie zu alt wäre.


Die Angst dahinter

Indem Anna brav und gewissenhaft ihre Arbeit erledigte, konnte sie es jahrelang vermeiden Ablehnung zu erfahren. In ihrer Kindheit musste sie um Aufmerksamkeit kämpfen. Die kleine Anna hat irgendwann einmal beschlossen, alles besonders brav und gut zu machen.

Die Rolle der gewissenhaften, braven, verlässlichen Person gewährten ihr den Schutz vor Ablehnung.

Der Preis, den sie dafür zahlen musste, war der immer mehr zu geben, was sie schließlich ins Burnout führte.


Die Lernaufgabe

Situationen wie diese kommen in unser Leben, damit wir daraus lernen können - aber nicht, dass andere Menschen blöd sind und dass man mit 54 Jahren keinen Job bekommt. Anna's Lernaufgabe war es die Angst vor Ablehnung anzunehmen und in der Folge mit Ablehnung umgehen zu können.


Der Lernprozess

Anna lernte in unseren gemeinsamen Sitzungen ihren automatischen Schutzmechanismus auf Angst vor Ablehnung genau kennen. Extra viel zu tun, sehr verlässlich zu sein mit einer Prise Ernsthaftigkeit. Körperlich hat sich das in hochgezogenen Schultern, einem gehaltenen Kiefer und einer Härte im Körper ausgedrückt. Nachdem sie gespürt hat, welchen körperlichen Ausdruck dieses "Extra-Tun" hatte, konnte sie es auf körperlicher Ebene stoppen.

Danach hatte sie wieder mehr Lebensenergie zu Verfügung, weil sie ja nicht ständig das Kiefer und die Schultern halten musste.

Dann lernte Anna das Gefühl der Verzweiflung und der Hilflosigkeit anzunehmen. Auch da lenkten wir die Aufmerksamkeit auf den körperlichen Ausdruck dieser Gefühle im Körper. Die Schultern waren wieder angespannt, aber auch der Bauch zog sich nach innen zu einem Knödel zusammen. Sie lernte diese Anspannungen loszulassen und die Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung zu haben ohne körperliche Schutzreaktion.

Weiters lernte sie anzunehmen manchmal nicht verlässlich zu sein und ihr Selbstbild von der stets gewissenhaften und verlässlichen Person ziehen zu lassen.

Sie wurde immer weicher mit sich selber und verzieh sich immer mehr kleine "Fehler".

Immer wieder sammelte sie in den Sitzungen die Körpererfahrung, dass sie an bisher beängstigenden Gefühlen oder negativen Selbstbildern nicht zerbricht, sondern stark bleiben kann.

Anna lernte die Verantwortung für ihre Reaktionen zu übernehmen, denn die konnte sie ändern.

Letztendlich wendeten wir uns der Angst vor Ablehnung zu. Sie übte den körperlichen Ausdruck ihrer Schutzreaktion und stoppte sie. Dann spürte sie die Angst vor der Ablehnung und schließlich den Schmerz der Ablehnung, ohne damit klein oder hart zu werden.

Es wurde ihr klar, dass sie es nicht vermeiden konnte abgelehnt zu werden. Die Art wie sie damit umging aber lag und liegt bei ihr.

Sie fühlte sich ermächtigt ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.

Der Glaubenssatz des Alters konnte auch losgelassen werden. Er war nichts anderes als eine Ausrede.

Sie begann bei Ihrer Arbeitssuche nur die Job-Angebote zu beantworten auf die sie Lust hatte, sie bekam weiterhin Absagen mit denen sie aber umgehen konnte. Und schlussendlich hat sie nun einen tollen Job, in dem sie halb so wenig arbeiten musste wie bisher....



Anna:
"Die Arbeit mit Sandra hat mein Leben verändert. Sie hat mich fast 1 Jahr begleitet und einige ihrer Sätze sind mir noch jetzt im Ohr. Im neuen Job hat sich alles gut eingependelt. Ich bin ruhiger geworden und muss nicht mehr alles geben, außer ich möchte das."
 

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Sandra Abheiter-Nistelberger

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1060 Wien, Fügergasse 7