Me, myself and I

... mein geliebtes und mein ungeliebtes Ich ...

Perfektion | Free Your Body

Ich und Ich....

Ich mag mein gescheites ICH, mein doofes ICH mag ich nicht.

Ich mag mein lustiges ICH, mein fades ICH mag ich nicht.

Ich mag mein großzügiges ICH, mein pingeliges, knausriges oder gar geiziges ICH mag ich gar nicht!

Ich mag mein klares ICH, mein unklares, verwirrtes ICH mag ich nicht.

Ich mag mein lässiges Mama ICH, das strenge, zänkische mag ICH nicht.

Ich mag mein liebendes ICH, mein hassendes, wütendes, aggressives ICH mag ich nicht.


Gott sei Dank darf ich in meinem Leben meine tollen "ICH" Seiten ausleben. Wenn alles auf Schiene ist, ich voll bei mir bin und mich kein Hansl von außen stört, dann finde ich mich wunderbar, inspirierend, großzügig, liebevoll, lustig und lässig. Mein Gott dann bin ich so eine Traumfrau. Ich bin ein wahrer Sonnenstrahl - Achtung hier komme ich! Yeah Baby.


Mein ungeliebtes Ich

Doch leider ist das nicht die Realität. Meine liebsten Spielkameraden auf der Erde: mein Sohn, mein Freund und ein paar Freunde und Klienten machen völlig großzügig den Blick frei auf meine ungeliebten Seiten. Nach C.G. Jung - meine Schattenseiten. Die Seiten an mir, die ich nicht mag, die ich verdränge. Der Schatten ist das Wesen, das wir lieber nicht wären, letztendlich aber doch werden müssen, um zur Ganzheit zu gelangen. Insofern empfinden wir den Schatten, bzw. unsere »dunkle Seite«, äußerst zwiespältig: Er stößt uns ab und fasziniert zugleich.

Also fasziniert haben mich meine Schatten-ICHs bisher nicht. Ich wollte sie eher los werden.

Zahlreiche Geschichten und Wertungen, Moralvorstellungen sind damit verbunden. Wie ich sein soll und wie lieber nicht. Erfahrungen, aus denen ich gelernt habe, so lieber nicht zu sein. Wenn ich wütend und aggressiv war (zu Recht!) und dann ins Zimmer abgeschoben wurde. Oder wenn ich anstrengend und pingelig war, mein Freund genervt von mir war. Oder mein Papa unglaublich knausrig mit Geld (nicht mit Liebe!) war und ich das unglaublich kleinlich gefunden habe. Alle diese kleinen Geschichten zusammen und deren Folgerungen haben aus mir das Bild einer perfekten Person gemalt.

Wenn ich nur so und so bin, dann wird alles gut. Jeder liebt mich und ich fühl mich wohl.

Die Abspaltung und das Gefühl nicht ganz zu sein ...

Die negativ belegten Anteile von mir bekamen also keinen Raum. In Extremfällen bahnten sie sich zwar ihren Weg aus meinen innersten Tiefen. Doch grundsätzlich hielt ich sie gut in Schach. Zumindest dachte ich so. Jeder der mir begegnete, konnte fühlen, dass es in mir brodelte.

Ich war irritierend für andere. Außen scheinbar ein Schäfchen, doch innen jaulte der Wolf.

Durch dieses Verstecken der ungeliebten Anteile verlor ich aber etwas ganz wichtiges: mich.

Denn ich bin alles: gut und schlecht, wild und sanft, großzügig und geizig, geschickt und patschert, scharfsinnig und verwirrt, liebevoll und hassend.


Sein Schatten-ICH zu leben, fühlt sich unangenehm an, weil es mit so vielen negativen Geschichten belegt ist. Und es macht es auch nicht besser, dass jeder ein anderes Schatten-Ich mit sich herumträgt. Für andere ist es gar kein Problem "geizig" zu sein, sie nennen das "kaufmännisch" oder "genau". Während ich alle Hebel in Bewegung setze, um nur ja den Eindruck zu vermeiden ein Geizhals zu sein, auch auf meinen finanziellen Ruin hin. In meinem Inneren schreit es. Mein geiziges ICH will nix herschenken. Das will Taler sehen! Der Konflikt ist da: zwischen meinem großzügigen und meinem geizigen ICH. Ich fühle mich getrennt, geteilt - das, was viele als "nicht Ganz" beschreiben. Das was viele dann in einer Partnerschaft erwarten, dass der andere sie "Ganz" machen möge. Doch es sind wir selber, die "Ganz" werden müssen.


Ganz werden = ja sagen zum ungeliebten ICH

Erst jetzt und vor allem durch meine Arbeit mit meinen Klient*innen wird mir gewahr, wie wichtig alle meine Anteile sind.

Wie wichtig es für meine Finanzen ist, genau (knausrig) wie ein Buchhalter Kasse zu halten und nicht alle Klienten großzügig einzuladen. Wie wichtig es für meine Beziehung ist, hartnäckig (lästig) an einem Thema dranzubleiben und nicht zu beten, dass es sich schon selber löst.

Wie wichtig und befreiend es für mich ist, mal nicht zu wissen worum es geht und mir erlauben unwissend (doof) zu sein.

Je mehr ungeliebte Anteile ich annehme, desto voller & ganzer & mehr eins werde ich.

Doch das ist ein Prozess. Man trifft dabei auf seine Scham, seine Ängste und andere üble Emotionen, die man gerne meidet. Doch es lohnt sich.

Es ist ein Weg zu dir selber, zu deiner Heilung und Ganzwerdung.


Die Sonnenseite der Schattenseiten

Und das was dann so richtig cool ist, ist folgendes: Deine Schattenseiten sind nicht blöd. Im Gegenteil sie sind mindestens so wertvoll wie deine "Sonnenseiten". Knausrig zu sein kann immens wichtig sein und nehmen wir dafür ein nicht ganz so negatives Wort, bedeutet es einfach Verantwortung für seine Finanzen übernehmen. Es schafft Klarheit was ich wofür bezahlen will und was ich wofür bekomme. Also geht es auch um ein Reframing oder besser um ein Anerkennen des Wertes der ungeliebten Anteile.

In meiner Beziehung wollte ich unbedingt die coole, großzügige, offene Freundin markieren. Doch in Wahrheit war ich eifersüchtig und sehr klar darüber wie weit Offenheit für mich geht. Der Druck war so groß, dass ich gar nicht anders konnte, als darüber zu reden. Und ich musste unter Scham und Qual mein eifersüchtiges ICH offenbaren. "Jetzt geht er!" habe ich mir gedacht. "Wer will schon mit so einer eifersüchtigen Tussi zusammen sein, die das auch noch so hartnäckig anspricht! Niemand- ich weiß das genau!" Aber ich blieb dabei, sprach es aus, zitterte, aber blieb bei mir. Das Geschenk, das ich bekam, war wunderschön. Mein Freund war berührt, denn für ihn war das eine Liebeserklärung. Noch nie hätte ihm jemand so offen gezeigt, wieviel ihm an ihm liegt.


So liegt in jedem Schatten etwas Sonniges.

Ich sammle sie jetzt ein meine Schatten, bin für jeden neuen Hinweis durch meinen Sohn, meinen Freund und andere durchaus gefordert, aber dankbar. Denn sie bringen mich immer näher zu mir selbst. Und ich muss sagen ich fühl mich auch schon viel mehr bei mir und viel erfüllter.


Free Your Body and Free Your Shadow...


Free Your Self!



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