Migräne - es geht auch ohne!


Der Kopfwehblues

Oh weh, ojemineh!

Ich hab so Schädelweh!

Ich glaub mir platzt der Kopf!

Wo find ich bloß den Knopf,

der mir den Kopf abdreht.

Mit dem der Schmerz endlich geht.

13.9.2013 aus "Gedichtet"


Migräne - ein unangenehmer Gast

An alle, die Migräne nicht kennen: Ich gratuliere herzlichst, freu dich des Lebens und sei froh, dass du sie nie kennengelernt hast. Meine erste Migräne-Attacke hatte ich mit 18 Jahren. Davor hatte ich mal Kopfweh aber das war Peanuts!

Sie kam eigentlich dezent, klopfte zart an meine Schläfen und schlang sich vorsichtig um meinen Nacken. Innerhalb kürzester Zeit nahm der Druck bei den Schläfen zu, der Nacken war wie in einer Zwinge und zusätzlich manifestierte sich ein stechender Schmerz hinter meinem linken Auge. Das Tageslicht war unglaublich unangenehm und stach mir in die Augen, sodass ich sie gar nicht mehr öffnen wollte. Tat ich es doch, verursachte der Schmerz des grellen Lichtes ein Gefühl kotzen zu müssen.

So lag ich dann da und konnte weder Licht noch Lärm ertragen. Es war als würden alle Sinne übersensibel auf Lärm, Licht und Geruch reagieren.

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und es war dann vorbei, aber ich war gerädert, als ob ich von einem Bus überfahren worden wäre und nebenbei Salmonelleneis gegessen hätte.

Ich habe dann gelernt diese Attacken frühzeitig zu erkennen, dann konnte eine Tablette das Gröbste abfangen. War ich zu spät, half kaum mehr was. Eine Tablette, damit es ein bissi leichter wird, eine aufgelegte Hand, Dunkelheit und Stille.

Als brave Arbeitsbiene, bekam ich die Migräne immer am Wochenende. Ich versäumte also sämtliche Partys, Grillfeste, Vernissagen, Theatervorstellungen.


Was sagt die Statistik?

Kopfschmerzen sind in der Statistik Austria unter den sogenannte chronische Erkrankungen gelistet:

"Ein Gesundheitsproblem, das vor allem bei Frauen im jungen und mittleren Erwachsenalter auftritt, sind chronische Kopfschmerzen. 11% der unter 60-jährigen Frauen, aber nur 4% der gleichaltrigen Männer gaben an, unter chronischen Kopfschmerzen innerhalb der letzten 12 Monate gelitten zu haben. Im Alter von 60 Jahren und mehr lag die Prävalenz bei 7% der Frauen bzw. 3% der Männer." Stand 2010 vgl. Statistik Austria


Genauer informiert die Österreichische Schmerzgesellschaft OESG.

Dort habe ich auch erfahren, dass es 3-4 Phasen gibt: Die „Vorbotenphase“ (Prodromalphase), die „Aura“ (nicht immer vorhanden), den „Migränekopfschmerz“ und die „Abklingphase“ (Postdromalphase). Ich kenne sie alle.

Weiters, dass Gehinruntersuchungen darauf schließen lassen, dass der Hirnstamm daran "Schuld" ist, der wiederum unsere lebensnotwendigen Funktionen steuert wie Atmung, Blutdruck etc. Und dass der 5. aus dem Hirnstamm kommende Gehirnnerv, der für das Nerven und Blutgefäß -Systems zuständig ist, eine Art Entzündungsreaktion der Gehirn- und Gehirnkranzgefäße verursacht. Was die sensiblen Nerven rund um diese Gehirnkranzgefäße veranlasst Schmerzbotenstoffe auszusenden. Sie sind auch gleichzeitig Entzündungsbotenstoffe, was wiederum zur Gefäßerweiterung führt und neuerlich Schmerzbotenstoffe ausgeschüttet werden. Die Wirkung von Medikamenten setzt nun da ein und unterbricht/blockt diese Reaktionskette. - Das war jetzt vereinfacht mit meinen Worten zusammengefasst. Wer es genauer wissen will, kann hier nachlesen:

https://www.oesg.at/patienteninformationen/migraene/.


Auslöser

Der sogenannte "Starter" ist nicht bekannt. Aber die Meinungen sind sich einig, dass Stress und eine erhöhte Übererregbarkeit des Gehirns eine Rolle bei der Auslösung von Migräne haben. Ich jedenfalls hatte unter der Woche immer jede Menge Stress. Von Bausbesprechungen über Detaillösungen bis hin zu mühsamen Tabellen, die höchste Konzentration erforderten, denn sonst war eine Tür nicht auf der Türliste und am Ende konnte man die Tür hinter dem Projekt nicht abschließen. Am Wochenende, wo ich dann entspannen konnte, rächte sich mein unter der Woche überstrapaziertes Hirn und reagierte mit Migräne. Das war hart, aber es zwang mich wirklich Ruhe zu geben.


Die erste Hilfe bei Migräne

Als erste Hilfe sind Tabletten jedenfalls das Mittel der Wahl.

Aber langfristig ist dies natürlich keine nachhaltige Lösung.

Du kannst auch zu einer Spontan-Sitzung kommen - ich konnte noch jedem/r Migränist/in helfen.


Ein anderer Lösungsansatz muss her!

Geht man also davon aus, dass Stress und eine erhöhte Übererregbarkeit des Gehirns für die Migräne verantwortlich sind, so muss man genau da ansetzen: beim Umgang mit Stress. Verbessert man den Umgang mit Stress, dann ist man auch nicht mehr so anfällig darauf.

Jeder, der gestresst ist, hält diesen Stress auch in seinem Körper. Entweder ist man unter Anspannung, man wehrt etwas ab oder man erstarrt. All diese Reaktionen aus dem Fight/Flight/Freece - Repertoire haben einen körperlichen Ausdruck. Das kann eine flache Atmung sein, ein gehaltenes Kiefer, wachsame Augen, einen steifer Nacken uvm. Viele Menschen nutzen auch den Fluchtmechanismen in den Kopf zu "gehen", um ganz viel nachzudenken und zu überlegen, dabei wird quasi der Gehirnmuskel überstrapaziert.

All das strengt an, all das kostet Energie und all das löst Verspannungen aus. Die aus meiner Sicht wieder damit zu tun haben, dass man Schmerzen bekommt. Der eine im Rücken, der andere im Nacken und der nächste wiederum im Kopf.


Lernen mit Stress anders umzugehen

Den besseren Umgang mit Stress kann man lernen.

Und zwar bei mir. Es wird nicht mit einer Sitzung erledigt sein, aber im Zuge eines Prozesses kann sich einiges lösen und wenn als Zugabe die Migränehäufigkeit abnimmt oder gar verschwindet - wär das doch fein oder?

Kann das wirklich etwas verändern? Ja das kann es, denn verkrampfst du nicht mehr körperlich bei einem Stressthema, bleibt der Körper relaxt, also auch kein "Hirnkrampf".

Bleibst du relaxt und bei dir und lässt deinen Verstand normal arbeiten, muss der auch nicht auf Hochtouren werken.

Es wirkt vielleicht nicht bei jedem, aber jeder, der deswegen bei mir war, hat noch eine Verbesserung gespürt.


Wie kann ich besser mit Stress umgehen?

Hier noch eine Doityourself - Anleitung, um anders mit Stress umzugehen:


1.Herausfinden der Stress-situation/Stressoren

In welcher Situation bin ich gestresst? Bei welcher Herausforderung? Mit wem?

Man darf dabei nicht nur die "großen" Themen betrachten, auch der Alltag birgt einen Haufen Stress in sich. Mich stresst beispielsweise das Einkaufen gehen und kochen!

2.Reaktion auf Stress wahrnehmen

Wie reagiere ich auf das was mich stresst? Werde ich hysterisch, schneller, rechthaberisch oder erstarre ich? Und vor allem wie reagiert mein Körper auf Stress? Was machst du mit dem Hals? Wie benutzt du deine Sinne?

3.Die körperliche Reaktion stoppen

Die Anspannungen im Körper intensivieren und dann loslassen. Danach frei atmen

Spüre nochmal der Situation nach, die dich stresst und achte darauf keine Anspannungen mehr im Körper zu machen. Bleib relaxt.


Wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest, dann kannst du einfach diesen Fragebogen ausfüllen und ich mach dir eine kurze Stressanalyse.


Du kannst das natürlich auch in einer Einzelsitzung mit mir vertiefen, um deine Reaktionen besser kennen zu lernen und damit stoppen zu können. Oder ein Lerntraining bei mir starten, das aus Einzeltrainings und Übungen für zu Hause besteht, um den Hintergründen deiner Reaktionen auf den Grund zu gehen.

Dann klicke hier: Free your Self - Einzelsitzungen


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Sandra Abheiter-Nistelberger

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