Realitybites


Innere Welt versus Realität

Wenn wir in einem inneren Konflikt sind, dann sehen wir die Realität oft nicht so wie sie ist. Wir sehen sie durch einen Filter aus Erfahrungen, Glaubenssätzen und Selbstbildern.

In der Reihe der Realitybites lenke ich die Aufmerksamkeit bewusst auf die Realität. Auf das was ist.

Es ist mir wichtig, dass dadurch ein Bewusstsein geschaffen wird für die vielen Filter, die wir mit uns tragen und durch die wir die Welt und andere Menschen sehen. Die vielen Vorurteile, die wir haben und die vielen Selbstbestrafungen, mit denen wir uns das Leben schwer machen.

Aber auch ein Bewusstsein dafür, dass jeder von uns sich selber und andere dann tatsächlich sehen könnte, wie er/sie in Realität ist - ein wundervolles, einzigartiges Wesen.


Wahrnehmung der Realität

Wir haben einerseits unsere Filter andererseits die Realität.

Schulen wir uns darin die Realität real wahrzunehmen, nehmen wir damit gleichzeitig wahr, wo wir sie "falsch" übersetzt haben - wo unsere Filter sind und was sie filtern.

Wir Menschen nehmen so unglaublich viel wahr, können im Verstand aber nur wenig davon tatsächlich verarbeiten. Deswegen haben wir ein höchst effizientes Bewertungssystem - das Schubladen - Verbindungssystem - "aha kenne ich, war damals so und so - ab in die Schublade nerviger Typ."

Unser Körper hingegen nimmt viel mehr wahr, er muss das Wahrgenommene nicht in eine Schublade geben. Er hat die Fähigkeit es einfach zu beinhalten.


Warum das Wissen um unsere Filter wichtig ist?

Unsere Filter bestehen aus altem Wissen. Wissen, das wir uns seit der Kindheit, der Ahnenreihe und - ja ich trau mich das zu sagen - auch aus vorigen Leben angeeignet haben und mitnehmen. Wir gleichen alles, was wir erleben automatisch damit ab. Deswegen mögen wir bestimmte Menschen, eine bestimmte Musik und bestimmte Gerüche. Wir bewerten sie automatisch und legen sie dann in eine Schublade ab: gefährlich, in Ordnung, anstrengend etc. Deswegen haben wir ein Bild von uns und sind in einem Konflikt, wenn wir dem nicht entsprechen.

Doch ist das auch die Realität?

Sind wir echt so dumm, wie wir uns manchmal fühlen? Oder spielt sich da eine Erinnerung - von früher ein, an eine Situation wo wir es wirklich waren oder so empfunden haben. Da startet wieder unser Schubladen - Verbindungssystem: "fühlt sich wie früher an, ist dieselbe Situation - ab in die Schublade: ja ich bin dumm."

Achtung Filter: Selbstbild eines dummen Menschens

Realitycheck: Ich kann zwar gerade nicht die Relativitätstheorie erklären, aber deswegen bin ich nicht per se dumm. Ich bin also grundsätzlich ein gescheiter Mensch, kann das aber gerade nicht erklären.


Filterfrei

Können wir die Filter entlarven und statt einer schnellen Bewertung einfach mal nur wahrnehmen was ist, eröffnet das Horizonte. Der auf dem ersten Blick unsympathische Mensch, wird plötzlich zum sympathischen Entertainer. Der alte verdorrte Baum zeigt ohne Bewertung seine markantesten Seiten. Das Selbstbild eines dummen Menschen relativiert sich auf - ich bin ein Mensch, der im Moment etwas nicht weiß.

Ohne Vorurteile und schnelle Bewertungen könnten wir uns wertfrei und um uns herum unglaublich viel wahrnehmen - die Realität umfassend und wertfrei wahrnehmen.


Eine gemeinsame Sprache

Es ist wichtig im kleinen Rahmen aber auch im großen gesellschaftlichen Rahmen die Realität wertfrei wahrnehmen zu können. Denn damit können wir auf einer Ebene kommunizieren, die alle verstehen. Der realen Ebene. Ohne alte Lasten, Wertungen und Glaubenssätze.

Ich habe immer wieder Klienten, die aus einer Familie kommen. Man könnte nun meinen, ich komme damit in eine Zwickmühle, denn dann wäre ich vielleicht mal doch parteiisch. Aber wenn ich eins gelernt habe: Die Geschichten, die ich erzählt bekomme, gleichen sich nie. Es ist als würde ich etwas komplett Neues erzählt bekommen. Die Akteure heißen gleich, aber sie agieren anders, denken anders und handeln anders. Damit bekommt ein reales Ereignis unterschiedliche Färbungen und keine davon beschreibt die Realität.

Es ist als ob jeder seine eigene Sprache hätte, in der das Ereignis zuerst übersetzt wird und dann erzählt wird.

Richten wir die Aufmerksamkeit auf die Realität, braucht es keine Übersetzung. Wir sind genau das was wir sind im Moment. Ein Stuhl ist ein Stuhl, ein Eis ist kalt, Gras ist grün, ich bin ich - wertfrei.

Fühle ich mich aber hässlicher, kleiner oder dümmer als der Stuhl, kann Kommunikation nicht auf einer Ebene stattfinden. Sie findet auf hierarchischer Ebene statt. Und wenn die Ebenen verschoben sind, birgt das ein Potential für einen Konflikt, Streit und im großen Rahmen Krieg.


Hier habe ich noch eine Buchempfehlung: Blink von Malcom Gladwell

Ein fantastisches Buch über die erste Einschätzung.


Ich werde in Zukunft immer wieder Realitybites auf youtube stellen, damit immer mehr Menschen das sehen, was sie wirklich sind und was wirklich ist und aus ihrer inneren Welt in die reale Welt kommen, denn da spielt sich das wahre Leben ab!

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Sandra Abheiter-Nistelberger

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