Stopping Movement- Erlebnisbericht

Als neu gebackene Stopping Movement-Trainerin bin ich natürlich voll überzeugt von dem STM-Training – eh klar. Aber ich will gerne einmal darüber schreiben welche Bereiche in meinem Leben sich dadurch verändert haben:


Beim Tennisspielen

Ich spiele gern Tennis, seit meinem 4. oder 5. Lebensjahr. Ich liebe es auf Bälle zu dreschen und freue mich tierisch über einen fies gelungenen Stop oder einen herrlich gesetzten Cross. Allerdings spiele ich nicht mehr oft, stehe oft falsch zum Ball und antizipiere den Schlag des Gegners zu spät. Diesmal war aber alles anders. Ich hatte das Gefühl alles Relevante in meiner Aufmerksamkeit zu haben. Ich habe mich nicht auf 1 Sache konzentriert, aber auf alles meine Aufmerksamkeit gehabt. Dadurch hatte ich unglaublich viel Zeit den Schlag meines geliebten Gegners abzuwarten und zu schauen wohin der Ball denn geht, um dann die richtigen Schritte zu tun. Es kam mir vor, als hätte sich die Zeit gedehnt und ich habe innerhalb derselben 3-5 Sekunden eine gefühlte Minute zur Verfügung. Ein herrliches Gefühl. Damit blieb ich auch relaxt und weniger aus der Puste. Die 2. auffällige Veränderung war beim Aufschlag. Der war immer schon meine mentale Hürde. Diesmal entschied ich mich aber dafür, den Damenaufschlag (Verzeihung an alle Damen – ich meine den fast von unten servierten „Seit“-schlag) zu unterlassen und es so richtig krachen zu lassen. Resumee: Ich hab genauso viel getroffen wie mit meinem Damenaufschlag, aber es hat viel mehr Spaß gemacht.


Beim Basketball - Turnier

Letztes Jahr hatten wir ein Basketballturnier. Voll motiviert und in Erinnerung an meine Glanzzeiten bei Landes- und Bundesliga freute ich mich darauf unzählige Körbe zu machen. Der Highscore war zum Greifen nahe – in meiner Welt. Die Realität ereilte mich allerdings im Sauseschritt. Ernüchternd stellte ich fest, dass ich nach der ersten Länge fast kollabierte, ich kaum an den Ball kam und weit entfernt war auch nur einen einzigen Korb zu machen. Hinzu kam, dass ich keine Kontaktlinsen trug und somit die mir zugeteilten Gegner nur an den Schuhen erkannte. Ich ging durch die Hölle, denn ich gewinne gerne, heimse gerne Lob ein und bin gerne gut. Ich war nichts davon. Heim kam ich damals mit Kopfschmerzen, mieser Laune und einer unendlichen Müdigkeit und Ernüchterung.

Dieses Wochenende war ich wieder beim Turnier. Meine Erwartungen haben sich natürlich der Realität angeglichen. Ich wollte einfach eine gute Zeit und Spaß am Spiel haben. Und das hatte ich. Als ich nach der ersten gesprinteten Länge (Gegenangriff) zu kollabieren glaubte, atmete ich stattdessen tief und voll weiter und ließ die Energie in meinem Körper fließen. Cool – ich musste also nicht zusammenbrechen – eine schöne Erfahrung! Auch das Spiel spielte ich mit einer anderen Aufmerksamkeit. Ich erkannte wo ich hinlaufen musste, um frei zu sein und wie ich effektiver verteidige. Mein Überblick war besser.

Und ich traf die Entscheidung, dass Gegner – auch wenn sie doppelt so stark wirken – überrundet werden können. Siehe da – ich machte sogar ein paar Körbe, aber vor allem hatte ich unendlich viel mehr Spaß als beim letzten Mal. Auch die Zeit zwischen den Spielen war herrlich, damals wollte ich mich nur verkriechen, mit niemanden reden und meine Wunden lecken. Diesmal saß ich am Schreibertisch, scherzte mit dem Schiedsrichter, plauderte mit den anderen Feind und Freund und genoss es einfach dort zu sein.


Meine Arbeit

Bei der Arbeit mit meinen Klienten habe ich oft die Erwartung an mich nichts vergessen zu dürfen und mich an alles erinnern zu müssen. Wenn wir ein Thema gewählt haben, das wir in einer Sitzung bearbeiten wollten, behielt ich es im Fokus. Bisher dachte ich das geht eh super. Aber es geht noch besser! Dank meiner gesteigerten Fähigkeit mehrere Dinge gleichzeitig im Fokus zu halten – beim Stopping Movement wäre das der Takt, die Bewegungsgröße und die Arme und Beine – bin ich nun in der Lage mich nicht auf das Thema fokussieren zu müssen. Ich halte es einfach in meiner Aufmerksamkeit. Das ist nichts aktives- sondern ehe passiv. Und wie beim Tennis spielen, habe ich auch hier das Gefühl, dass sich die Zeit dehnt und ich für alles auch unglaublich viel Zeit habe. Mir fallen erzählte Begebenheiten des Klienten genau dann ein, wenn sie relevant sind. Am Ende haben wir das Thema von verschiedensten Seiten beleuchten können. Früher war das auch, aber jetzt geht alles mit viel mehr Leichtigkeit.


Meine Verabschiedungen

Ich bin jemand, der nicht einfach auf Wiedersehen sagt und geht. Ich muss dann noch irgendetwas Keckes nachwerfen. Ich empfand es als unhöflich einfach nur zu gehen. Meine Verabschiedungen zogen sich also wie Kaugummi dahin. Dank meiner neu erlernten Fähigkeit zu stoppen, kann ich jetzt einfach „Tschüss“ sagen und mich umdrehen. Es braucht nix extra! Und dann kann ich etwas Neues starten: heimgehen, einkaufen, aufräumen…….


Meine Art die Welt zu sehen

Beim Gehen schaue ich normalerweise auf den Boden, ich muss ja schauen, dass ich über nichts stolpere. Seit ich gemerkt habe, dass der Blick auf den Horizont auch den Boden beinhaltet, nehme ich soviel mehr wahr als nur das enge Blickfeld von Boden bis Bauch des anderen. Manchmal gehe ich fast verwundert durch die Stadt, bin fasziniert von dem was sich oberhalb des Horizonts befindet. Am schönsten ist es mit meinem Dackel, wenn wir am roten Berg spazieren. Mein Blick ist nicht mehr auf den Boden geheftet, sondern auf das 360° Panorama der Stadt. Es ist fast wie am Meer sein.

Mein Horizont hat sich dadurch erheblich erweitert. Eigentlich auch meine Aufmerksamkeit – ich habe viel mehr in meinem Sichtfeld als vorher. Mein Blick auf die Welt hat sich verändert – er ist weicher und weiter geworden.


Beim Eislaufen

Ich gehe seit 3 Jahren Eiskunstlaufen. Jedes Jahr besuchte ich den Anfängerkurs. Und nie zeigte mir meine Lehrerin wie ich es machen soll – „sie mag die anderen lieber“, dachte ich. All die 3 Jahre versuchte ich alles selber zu verstehen und das sofort. Ich habe NIE nachgefragt – alles mit mir, meinen Eislaufschuhen und dem Eis ausgemacht.

Dieses Jahr habe ich beschlossen, den Fortgeschrittenen Kurs zu machen. Am Eis tummelten sich schon lauter elegante Eisprinzessinnen (es gibt nur einen Prinzen und der ist auf meinem Niveau), aber es war mir verwunderlicher Weise egal. Ich ließ mich nicht ins Boxhorn jagen. Wir starteten mit den üblichen Aufwärmübungen, den Fröschen, den Kurven vorwärts und rückwärts. Wo es mir früher noch unangenehm war „schlechter“ zu sein als die anderen und mich mit ihnen verglich, war ich diesmal nur darauf bedacht zu lernen. Nicht es schon zu können. Ich habe eine Bewegung probiert und wenn sie nicht ging, gestoppt und neu begonnen. Meine Lehrerin kam oft zu mir und ich konnte ihre Anmerkungen als Hilfestellung annehmen. Früher hätte ich das als Beleidigung empfunden, denn mir musste man ja helfen! Ich habe mich im Gedanken nicht mies gemacht, sondern geübt. Es machte so viel mehr Spaß als all die Jahre davor, wo ich nicht zum Lernen sondern zum Können aufs Eis kam.


Resumee zu den Benefits des Stopping Movements in meinem Leben

#1 Meine Aufmerksamkeitsspanne hat sich immens erhöht.

#2 Ich habe gestoppt dauernd mit mir beschäftigt zu sein oder mich abzuwerten.

Was mir unendlich viel Raum dafür gibt das zu genießen was gerade ist.

#3 Ich bin kreativer geworden

Ich habe innerhalb von 3 Tagen das Layout und den Text aller Poster, Flyer usw. für meine Stopping Movements Trainings erstellt.

#4 Ich habe viel mehr Energie

Ich wache nun gegen 5h in der Früh auf, allerdings weiß ich noch nicht recht was ich mir der Zeit anfangen soll.

#5 Ich spüre viel besser was ich will.

Das fängst damit an, wie ich mich bewegen will, was ich essen will, bis hin zum Sex ;-).


Das war jetzt also ein kleiner Einblick in die Auswirkungen des Stopping Movements in meinem Leben. Ich kann es nur empfehlen und lade dich herzlich ein deine Erfahrungen damit zu machen.


FREE YOUR BODY!


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Sandra Abheiter-Nistelberger

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