Vom Wert der eigenen Werte

... ich steig dann mal aus ...

Was bist du wert?

Was sind deine Werte? Was ist dir etwas wert, aber vor allem wann bist du etwas wert? Rund um die Selbst-WERT-Challenge, setze ich mich gerade mit dem Wert unserer Werte auseinander. Und ich komme immer mehr darauf, dass die Wertvorstellung von uns über uns eigentlich wertlos ist. Sie sind keine reale Messlatte. Unsere Werte fundieren auf alten Erfahrungen und Erlebnissen. Sie können positiv oder negativ geladen sein, aber sie haben alle einen Bezug zur Vergangenheit.

Nehmen wir mal einen gängigen Wert her:

Ich bin wertvoll, wenn ich beliebt bin. Das äußert sich an der Zahl der Freunde, den Terminen, die ich habe oder den Anrufen die ich bekomme.

Wenn ich meinen Wert also über "beliebt sein" definiere, bedeutet das, dass ich etwas dafür tun muss, um es zu erreichen, zu sein und zu bleiben. Denn bröckelt das weg - bin ich plötzlich unbeliebt, Was dann? Ja was dann? Dann holt mich die Vergangenheit ein. Ich fühle mich wieder wie das Schulkind, das nicht beliebt war, das Kind, das in einer Gruppe ausgeschlossen wurde. Das Kind, das so wild, vorlaut oder wütend war, dass es sich als unmöglich und unliebbar wahrnahm. Und das tat weh und tut es heute noch. Es war beschämend, ängstigend oder schmerzhaft. Aus dem heraus hat das damalige Kind eine Strategie generiert. Besonders nett zu sein, besonders altruistisch, höflich etc. Und aus dem heraus stammen unserer Werte oder unserer Vorstellung wann wir etwas wert sind.


Was sind sie also wert unserer Werte?

Aus meiner Sicht nicht viel, denn sie bilden den Käfig in dem wir leben. Sie bieten uns dafür Sicherheit. Die Sicherheit vor neuerlicher Verletzung und neuerlichem Schmerz. Dafür bezahlen wir uns nur innerhalb des Käfigs bewegen zu dürfen. Ein goldener Käfig, dessen Grenzen wir uns selbst stecken.

Und die Rechnung haben wir ohne die Außenwelt - die Realität gemacht. Denn die pfuscht uns immer wieder rein. Es gibt nämlich immer jemanden, der uns nicht liebenswert finden wird.

Was dann? Dann haben wir 2 Reaktionsmöglichkeiten:

  1. Wir sind am Boden zerstört und unser Selbstwert ist pfutsch - egal wie viele andere Menschen uns mögen und uns damit unseren Wert bezeugen.

  2. Wir stellen uns über ihn und erklären ihn zum Feind, zum Idioten, zu einem Menschen, der uns eh nicht verdient - blababla.

Beide Varianten sind nicht wirklich wertvoll oder?

Man stelle sich den Schmerz vor wieder mal am Boden zerstört zu sein und sich mies zu fühlen, wie ein einfaches, kleines, wertloses Nichts.

Man stelle sich aber auch die Anstrengung vor den anderen zum Feind zu machen. Allein die Gedanken, die man an ihn verschwenden muss, den Hass, den Zorn, die Arroganz die man ihm gegenüber aufrecht erhalten muss. Die Fehler, die man an ihm suchen muss - mega mühsam!

Welche andere Alternative gibt es?

Wir könnten doch unsere Wertvorstellung hinterfagen!

Warum sind wir nur dann wertvoll, wenn wir liebenswert sind?


Rütteln wir doch mal unsere Wertvorstellungen durch!

Klammern wir uns nicht an unsere Wertvorstellungen, stellen wir sie lieber in Frage! Was für eine Berechtigung haben sie denn heute noch in unserem Leben, wie relevant sind sie denn noch?

Wir haben die Wertvorstellung kreiert, ihnen einen Wert beigemessen, wir können ihnen also auch ihren Wert nehmen.

Glaube ich nicht mehr daran, nur dann wertvoll zu sein, wenn ich beliebt bin, dann geht es mir am A..... vorbei, ob mich jemand mag oder nicht. Ich muss ihm auch nicht böse sein, sondern kann ihn trotzdem normal behandeln. Ich muss auch nicht am Boden zerstört sein, nur weil mich wer nicht mag und dramatisch in eine Opferrolle zu verfallen.

Wir haben unsere Wertvorstellungen in einer Zeit kreiert, als wir noch Kinder waren und wir leben allen Ernstes immer noch danach!Heute als Erwachsene! Wie schräg ist das eigentlich?

Wir selbst haben als Schutz vor Brüskierung, Angst davor Ausgeschlossen zu werden, Schuldgefühlen so schwierig zu sein und vielem mehr unsere Wertvorstellungen zu definieren begonnen. Wir haben Rückschlüsse aufgrund Reaktionen anderer gezogen und diese dann als Messlatte für unseren Wert herangezogen. Ich bin nur dann etwas wert, wenn...... Das sind die Gebote nach denen wir unser Leben leben und aus denen wir unseren Wert schöpfen.

Wir sind die Schöpfer, wir definieren unseren Selbstwert basierend auf alten Fakten, Rückschlüssen und Folgerungen.


Wenn wir unsere Werte selbst definieren, können wir doch auch unseren Selbstwert selber definieren oder?

Was meint ihr? Wäre das möglich? Das wäre doch herrlich! Und ich bin der festen Überzeugung, dass es auch so ist. Bleibt nur die Frage offen, wie ich meine alten Werte über Bord werfen kann, ohne gleich mit ins Wasser zu gehen.

Denn warum halten wir so an ihnen fest? Woran sind sie verankert? Erinnert ihr euch noch an den Aspekt der Sicherheit?

Ja genau da liegt der Anker. Wir wollen uns absichern, weil wir uns vor Schmerzen und Angst und unangenehmen Gefühlen schützen wollen.

Warum? Weil wir nicht gelernt haben damit umzugehen. Als Kinder waren wir zu klein und die Kritik an unserer Existenz zu groß. Wir konnten sie einfach nicht "nehmen" - man könnte auch sagen wir haben dazu noch keine Resilienz aufgebaut. Dazu braucht es Erwachsene oder Gefährten, die ein Kind durch Schmerz und Angst durchnavigieren. Die dem Kind beibringen, dass Angst und Schmerz Energien sind, die sich gewaltig und mächtig anfühlen, aber deswegen keine Macht über uns haben. Die es nicht wegzustecken, zu übergehen oder zu unterdrücken gilt. Die man haben kann ohne zu explodieren. Dazu braucht es also jemanden, der das selber schon erlebt hat, der die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hat. Doch diese Fähigkeit ist nicht weit verbreitet.


Lernen mit Gefühlen wie Angst, Scham und Schmerz zu sein

Aber man kann es heute noch lernen und ich denke das wäre ein großes Ziel im Leben.

Im Falle der Wertvorstellung: "Wenn ich beliebt bin, bin ich wertvoll!" hieße das:

Habe ich keine Angst mehr davor ausgeschlossen zu werden, nicht dazu zu gehören und unbeliebt sein - fällt dieser Glaubenssatz weg - er hat keine Macht mehr über uns - keine Energie.

Habe ich keine Angst mehr davor Scham zu verspüren oder beschämt zu werden, was kann meinen Selbstwert dann noch dezimieren?

Und was passiert dann mit meinen Wertvorstellungen und Bewertungen mir gegenüber - sie verpuffen einfach - haben keinen Wert mehr.

Und um noch einen Schritt weiter zugehen. Was haben dann noch Bewertungen anderer für eine Auswirkung auf uns -keine? Und wiederum einen Schritt weiter - wir müssen niemanden mehr bewerten, weil wir uns nicht über oder unter jemanden stellen müssen und den anderen nicht dafür hassen müssen. Wir müssen ihn nicht mehr bewerten, um zu checken, ob er uns gefährlich werden kann: weder aufgrund der Art wie er ist, wie er spricht, noch wie er aussieht. Wir müssten keine Anti-Racism Demos machen, weil es irrelevant wäre.Okay ich hole aus, aber das ist meine Vision, meine Vision von einem friedlichen Zusammenleben, einem Zusammenleben auf Augenhöhe. Und auf dieser Augenhöhe muss man nicht jeden lieben, aber zumindest respektieren.

Ein Zusammenleben losgelöst von schmerzenden und schmerzverursachenden Werten aus der Vergangenheit.


Das will ich lernen!

Wenn du lernen möchtest deine alten Wertvorstellungen über Bord zu werfen und alte Schutzmechanismen aufzugeben, um deinen Energie für Sinnvolleres zu nutzen, dann kannst du gerne einen Lernprozess mit mir starten!

Du kannst dich aber auch für die 5 tägige Gratis - Selbstwertchallenge anmelden, bei der du einen täglichen Reminder bekommst, der deine Achtsamkeit auf das Thema lenkt und dir Tools in die Hand gibt dich davon zu lösen.


Andere Blogs zu dem Thema sind: Selbstwert und Es ist nie genug


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Sandra Abheiter-Nistelberger

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