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PROGRAMM
Design Week Starter

Tag 1: Das Stoppen

Die Fähigkeit zu Stoppen brauchen wir immer wieder in unserem Alltag.

Wenn wir stoppen, beenden wir etwas. Wir können Routinen stoppen, stoppen an etwas zu denken, andere stoppen. Wir können auch eine Situation, die nicht gut ist, beenden.

Indem wir stoppen, bringen wir eine Aktion zum Abschluss.

Was passiert, wenn wir gestoppt haben? Etwas Altes wird beendet und etwas Neues beginnt. Ein Stop ist ein Bruch mit dem was war - ein Schlusspunkt sozusagen. Oder eine Entscheidung mit etwas aufzuhören.

Was möchtest du in deinem Leben stoppen? 

Das Stoppen in der FreeMotion Klasse ist eins der Basiselemente. Wir stoppen zum Takt der Musik. Wir stoppen, um die Bewegung, die wir ausführen, zu beenden und ihr einen Abschluss zu geben. Wir setzen mit dem Takt einen Punkt. Indem die Aufmerksamkeit auf den Akt des Stoppen gelenkt wird, wird er zu einer bewussten Entscheidung. Das stärkt uns.

Nach dem Stopp bewegen wir uns erneut, aber auf eine andere Art. So beenden wir  Bewegungsmuster und finden neue Bewegungsmöglichkeiten - eine neue Art uns auszudrücken. Das steigert die Kreativität und die Neugierde - nach Neuem. Tod und Wiedergeburt.

Tag 2: Der Neustart

Der Neustart ist unsere Möglichkeit wieder zu unserer Neugierde zu finden.

Routinen bestimmen unser Leben, vom Aufstehen, Zähneputzen, frühstücken bis zum niederlegen. Routinen haben den Vorteil, dass sie unbewusst ablaufen können und wir nicht darüber nachdenken müssen. Aber genau dieses Unbewußtsein eliminiert unsere Aufmerksamkeit. Wir fügen uns Routinen in unserem Leben, die gar nicht mehr stimmig sind, einfach aus dem Grund, dass wir es immer schon gemacht haben.

In dem wir neuen Ideen (Kopf), neuen Taten (Handlung), neuen Stimmungen und neuen Seins-Zuständen unsere Aufmerksamkeit schenken, wird uns er Leben bunter, abwechslungsreicher und aufregender. In einer Routine steckt keine Aufregung, aber das Gefühl von Sicherheit.

Der Neustart in der FreeMotion Klasse ist das 2. Basiselement des Stopping Movements. Nach dem Stopp haben wir die Möglichkeit uns neu zu bewegen. Uns anders zu bewegen. Das ist aufregend, herausfordernd, aber ungemein kreativitätsfördernd.

Die Aufmerksamkeit wird nun auf den Neubeginn der Bewegung gesetzt. Wir können uns nach vorne, nach hinten, nach oben oder unten bewegen. Wir können uns weich oder hart bewegen, rund oder gerade. Plötzlich erleben wir auf Körperebene eine neue Fülle an Möglichkeiten. Das steigert die Kreativität und die Neugierde - nach Neuem.

Tag 3: Die Limitierungen

In unserem Leben gibt es immer wieder Limitierungen. Sie treten in unterschiedlichen Formen in unser Leben: auf körperlicher, geistiger, sozialer oder ökonomischer Ebene. Das Leben in einer Gemeinschaft hält ebenfalls Einschränkungen für uns parat und auch die Gesetzgebung gibt uns diese vor. Trotzdem können wir innerhalb von Einschränkungen unsere Freiheit finden. Hat man diese Fähigkeit, so kann man auch unter limitierenden Bedingungen erblühen.

Die Limitierungen in der FreeMotion Klasse sind Tools, die unseren Fokus konzentrieren. Es kann die Bewegungsgröße sein oder das Tempo der Musik. Manchmal wird der gesamte Körper bewegt, stehend oder im Raum oder nur einzelne Körperteile. Indem wir uns innerhalb dieser Limitierungen bewegen, werden plötzlich neue Bewegungen möglich. Körperteile, die bisher nur gemeinsam bewegt wurden, wollen vereinzelt ganz andere Bewegungen ausführen. So entdecken wir innerhalb von Limitierungen neue Möglichkeiten. Das erweitert den Horizont und steigert die Fokussiertheit.

Tag 4: Die Größe

Jeder kennt das Gefühl klein zu sein, nicht gesehen zu werden, oder wir sind beschämt und würden gern übersehen werden. In diesen Momenten trotzdem groß bleiben zu können, ist eine Kunst. Sie hat viel mit der Fähigkeit zu tun sich verwundbar zu zeigen.

Schützen wir uns machen wir uns klein.

Müssen wir hingegen kämpfen machen wir uns groß und blasen uns auf. Manche nehmen so viel Raum ein, dass sie die anderen gar nicht mehr spüren. Sie werden uns dann zu viel oder sind uns zu laut. Sind wir groß können wir nicht übersehen werden.

In der FreeMotion Klasse gibt es 4 Größen: mini, klein, mittel und groß. Das Ziel ist es die Qualitäten der einzelnen Größen zu spüren. Bei kleinen Bewegungen nicht automatisch selber klein zu werden. Bei großen Bewegungen die Weite zu spüren, die Balance zu wahren, nicht zu überborden, trotzdem den Raum um uns wahrzunehmen. Medium ist die Größe in der wir uns normalerweise bewegen. Hier gilt es nicht ins Mittelmäßige zu verfallen.

In allen Großen dürfen wir stets wir selbst bleiben. 

Tag 5: Aktiv und Passiv

Es gibt aktive Phasen und passive Phasen. In der aktiven Phase generieren wir Energie, tun etwas oder denken einen genialen Plan. Ersinnen ein neues Kunstprojekt - manifestieren Gedanken in ein Kunstobjekt. Als Gegenpool gibt es die passiven Phasen, in denen wir zur Ruhe kommen, in denen wir unsere Ideen verdauen können.

Das Spiel zwischen aktiv und passiv in der FreeMotion Klasse zählt ebenfalls zu den Basiselementen. Während der Musik bewegen wir uns, finden neue Varianten, fokussieren uns auf einen Körperbereich, halten eine bestimmte Größe ein. Dabei erzeugen wir Energie, wir bewegen uns, wir atmen, wir tanken uns auf. Nach dem Song bleiben wir stehen und spüren passiv der Energie nach. Wir schütteln uns nicht aus oder gehen herum. Wir bleiben stehen und verdauen und integrieren diese Energie. In diesen Momenten kann es sein, dass der Körper zu arbeiten beginnt, sich also plötzlich von selber bewegen will oder wir die Energieflüsse im Körper spüren. Das lassen wir einfach zu und bleiben entspannt trotz hoher Energie. Dabei lernen wir, dass Energie nicht zu viel sein muss.

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Sandra Abheiter-Nistelberger

0699-17755500 | sasa@freeyourbody.at

1060 Wien, Fügergasse 7